Der hydrostatische Druck ist der Druck innerhalb einer Flüssigkeit und wirkt immer senkrecht auf alle begrenzenden Wände hin. Mit steigendem Füllstand in einem solchen Behälter steigt analog dazu der Druck, der durch Füllstandsensoren (Transmitter) unten am Behälterboden gemessen, angezeigt und an die SPS ausgegeben werden kann. Da der Druck auf alle Seiten hin wirkt, kann die Sensor-Membrane unten am Boden oder auch seitlich am unteren Behälterrand angebracht werden, je nachdem welche Einbausituation sich besser eignet.
Für die Übertragung der Messergebnisse an die SPS nutzen Drucktransmitter intern einen piezoelektrischen Signalumwandler, der den mechanischen Prozessdruck von der Druckmembran in ein proportionales Spannungssignal wandelt. Dieses wird dann gemäß des Kundenabgleichs in ein 4…20 mA Normsignal oder anderes Protokoll umgeformt.
Moderne Messsysteme wie z. B. der L3 bieten bereits in der Elektronik der jeweiligen Fpllstandsensoren die Möglichkeit der Umrechnung der Druck-Messwerte und damit der direkten Ausgabe von Volumen oder Masse. Dazu müssen noch weitere Parameter ermittelt werden, wie die Behälterform, das Medium, und die Prozesstemperatur (für die Berechnung der jeweiligen spezifischen Dichte). Beim L3 ist im Drucktransmitter selbst auch noch ein zusätzliches RTD Temperatur-Messelement integriert, somit kann die aktuelle Prozesstemperatur in Echtzeit gemessen und eine hochpräzise Temperaturkompensation in der Elektronik durchgeführt werden. Damit ist am Display des Sensors die Anzeige in Liter, kg oder anderen Volumeneinheiten, auch bei dynamischen Temperaturverläufen, mit einer sehr hohen Messgenauigkeit möglich.
In einem offenen System (Behälter mit atmosphärischem Druck) reicht ein Drucksensor an der Unterseite des Behälters aus, da sich die Außendruckverhältnisse nicht ändern.
Ein geschlossenes System (Druckbehälter) dagegen kann mit variierenden Drücken beaufschlagt werden, wodurch der Druck am Behälterboden beeinflusst wird. Um den Füllstand in so einem System zu messen, sind zwei Sensoren erforderlich, die den Prozessdruck unten und den Kopfdruck oben getrennt ermitteln. Daraus kann in der SPS oder einer Auswerte-Einheit dann der Differenzdruck errechnet und damit der korrekte Füllstand angezeigt werden.