Im ringförmigen Messaufnehmer sind zwei Infrarotsender und zwei Infrarotempfänger um jeweils 90° versetzt angeordnet. Für die Ermittlung des Trübungswertes werden die Sender wechselweise angesteuert. Ist Sender 1 aktiv, registriert Empfänger 1 das Durchlicht und Empfänger 2 das 90°-Streulicht. Ist Sender 2 aktiv ist es umgekehrt. Aus den vier Messwerten eines Messzyklus wird ein exakter Trübungswert ermittelt. Da für jeden 90°-Streulicht-Messwert auch ein Durchlicht-Referenz-Messwert zur Verfügung steht, werden Störfaktoren, wie Verschmutzung der Optik oder Bauteilalterung, automatisch kompensiert. Störende Einflüsse durch sporadisch auftretende Feststoffe und Luftblasen werden durch Auswertung mehrerer Messzyklen und eines einstellbaren Filters ausgeblendet.
Der ITM-4 ist ringförmig in einer Armatur integriert, die mittels Hygieneverschraubung oder Clamp-Anschluss in Rohre von DN25 bis DN100 bzw. DN1“ bis DN4“ eingebaut werden kann. Dieses Messverfahren kommt auch beim ITM-4DW. zum Einsatz. Bei dieser Variante ist der Werkstoff für den Messaufnehmer speziell auf die Anwendung für Trinkwasser angepasst und zugelassen, damit aber preisgünstiger als die für alle Lebensmittel zugelassene Option ITM-4.
Was bedeutet Hygienisches Design bei Trübungssensoren?
Die Trübungssensoren der ITM-Serie bestehen aus hochwertigsten Werkstoffen:
- Medienberührende Bauteile: Edelstahl 1.4404 (316L)
- Optik: Saphir
- Optikblock: PEEK (ITM-4) oder PPSU (ITM-4DW)
Durch die extrem robuste und langlebige Bauweise und beispielsweise die Verwendung einer LED-Lichtquelle widerstehen die Sensoren auch höchsten mechanischen Beanspruchungen wie Vibrationen und Druckstöße, wie sie in vielen Applikationen in der Praxis immer wieder vorkommen, und stellen dauerhaft die höchste Präzision sicher.