In der Sensorspitze sind zwei elektrische Spulen integriert. Durch einen in der Primärspule (Sender) fließenden Wechselstrom wird ein magnetisches Wechselfeld erzeugt, welches im Medium einen Strom induziert. Der Stromfluss im Medium erzeugt wiederum ein Magnetfeld welches in der Sekundärspule (Empfänger) des Sensors eine Spannung und damit einen Stromfluss induziert. Der gemessene Strom in der Sekundärspule ist dabei ein Maß für die Leitfähigkeit des Mediums.
Beide Spulen sind beim ILM-4 in der Sensorspitze aus massivem PEEK untergebracht. Durch eine Öffnung in der Sensorspitze fließt das Medium und wird dort analysiert, ohne direkten Kontakt zwischen Elektrode und Medium, also ohne negativen Einfluss von Ablagerungen. Zudem ist in der Sensorspitze ein Pt1000 Temperaturfühler integriert, der kontinuierlich die Temperatur des Mediums erfasst. Da die Leitfähigkeit von Flüssigkeiten maßgeblich von der Temperatur abhängig ist, wird diese direkt in der Elektronik kompensiert. Damit gibt der ILM-4 zwei Messwerte aus: einen sehr präzisen, temperaturkompensierten Leitfähigkeitswert aus, und zeitgleich einen sehr präzisen Temperaturwert. Damit wird ein zusätzlicher Prozessparameter nutzbar, ohne eine separate Temperaturmessstelle einsetzen zu müssen.
Hauptvorteile dieses Messprinzips sind die einfache Inline-Integration des Sensors in Rohre und Behälter und das günstige Preis-Leistungsverhältnis. Über eine große Auswahl an Prozessadaptionen ist der ILM-4 für Retrofitting auch nachträglich in bestehende Rohre ab DN40 einfach und unter Einhaltung international anerkannter Hygiene-Richtlinien wie 3-A und EHEDG integrierbar.